Manfred Köhler
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Ausflugsziele

Burg Cadolzburg:
Außen wie neu, innen noch leer

Regelrecht kahlgefressen wurden die Cadolzburger an Ausflugssonntagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einmal berichtete ein Chronist, daß nach einem Ansturm von über 20.000 Nürnbergern und Fürthern abends im ganzen Ort kein „Schnerpfela“ Wurst mehr vorhanden gewesen sei. Attraktionen damals waren die Obstbaumblüte, der Aussichtsturm – und vor allem die alte Hohenzollern-Burg. Am Ende des Zweiten Weltkriegs brannte das gewaltige Bauwerk komplett aus und blieb jahrzehntelang als Ruine stehen. Inzwischen aber erstrahlt es, zumindest von außen, in altem Glanz. Rund 30 Millionen Euro wurden investiert. An den teilweise originalgetreu nachgebildeten Prunkräumen wird noch gebaut, sie stehen weitgehend leer, werden aber für Veranstaltungen genutzt und sollen in Zukunft ein Museum beherbergen. Am besten besucht man die Burg im Rahmen einer Führung, die nur zwei Euro kostet, bis zu zwei Stunden dauert und als äußerst informativ und vielfältig zu empfehlen ist. Selbst erkundet werden kann der Burggarten in der Vorburg, der sich thematisch mit der Geschichte des Getreideanbaus beschäftigt. Höher noch als die Burg und unbedingt eine Besteigung wert ist der Aussichtsturm auf der anderen Seite des Ortes. An klaren Tagen schaut man bis nach Nürnberg, und die Schönheit von Cadolzburg liegt einem ringsum zu Füßen.

Cadolzburg 3

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