Manfred Köhler
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Fluchtmuseum Schloß Colditz:
Der unentdeckte Segelflieger

Was Menschen alles anstellen, um sich ihre Freiheit zu ertrotzen, darüber kann man sich im Fluchtmuseum auf Schloß Colditz ausführlich informieren. Im Zweiten Weltkrieg waren hier, hoch über der Zwickauer Mulde, alliierte Offiziere eingesperrt – wohlgemerkt solche, die bereits durch Fluchtversuche aufgefallen waren. Einerseits wurde also nicht an Stacheldraht und Wachen gespart, andererseits hatte man es mit Gefangenen zu tun, deren Freiheitsdrang so groß war wie ihre Raffinesse. So entwickelte sich in dem vermeintlich besonders ausbruchssicheren Sonderlager ein jahrelang währendes Katz- und Mausspiel zwischen Bewachern und Bewachten. Ständig wurden Fluchtpläne ausgeheckt und in die Tat umgesetzt: vom Tunnelbuddeln über selbstgebastelte Verkleidungen hin zum Bau eines kompletten Segelflugzeugs, an dem in einem Dachgeschoß getüftelt wurde und das zwar nie zum Einsatz kam, aber bis Kriegsende unentdeckt blieb. Ein Modell dieses Fliegers, der sich später als flugtüchtig herausstellte, kann auf Schloß Colditz ebenso bestaunt werden wie allerlei andere selbstfabrizierte Fluchtutensilien. In Text und Bild werden die Akteure der wagemutigsten und originellsten Ausbruchsversuche vorgestellt. Besichtigen kann man auch die kargen Zellen der Gefangenen, die übrigens nicht die ersten waren, die man in dem Gemäuer einsperrte. Nachdem das Schloß 1787 als Residenz aufgegeben worden war, diente es unter anderem als Arbeitshaus, Straf- und Irrenanstalt wie auch Landes-Korrektionsanstalt und Schutzhaftlager. Auch über so manches Schicksal aus diesen Jahrzehnten kann man sich auf Schloß Colditz informieren.

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