Manfred Köhler
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Hohenstein 1 Hohenstein 2

Schloss und Park Hohenstein bei Coburg

Was ich erwartet hatte:
Das Schloss war eine Zufallsentdeckung auf dem Weg von Coburg nach Schweinfurt. Ein Hinweisschild an der B 303 bewarb den Park, und ich wäre wohl nicht abgebogen, hätte ich nicht in der Ferne den Schlossturm gesehen. Denn Parks interessieren mich nicht besonders, schon gar nicht im Winter.

Was ich vorfand:
Ein Schloss, das eigentlich zu schön ist um wahr zu sein. Man denkt sofort an König Ludwig und Disneyland, bloß ohne Kitsch und Pomp. Und je länger man sich umschaut, desto mehr zauberhafte Besonderheiten entdeckt man – von den wirklich sehenswerten Kunstobjekten im Burghof über den Mammutbaum auf dem Weg zur Kapelle bis hin zur märchenhaft efeuumrankten Ruine des Bergfrieds der Vorgängerburg.

Was ich Neues lernte:
Ich weiß jetzt, was ein Monopteros ist: ein tempelartiger Rundbau mit Säulen. Hoffentlich kann ich mir das Wort merken. Ein ganz neuer Anblick war für mich auch der Turm an der unteren Tordurchfahrt mit seiner Außentreppe. Verbotenerweise, da gesperrt, folgte ich den Stufen auf die kleine Aussichtsplattform, was ein ganz neues Turm-Erlebnis war, denn in der Regel geht es durch enge, finstere Gänge nach oben.

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Was mich am meisten faszinierte:
Den Park muss man gesehen haben, auch wenn man sich für Landschaftsgärten nicht interessiert. Selbst im kahlen Winter war die Stimmung inmitten der wild umwucherten Treppchen, Brunnen, Grotten, Laubengänge und Skulpturen einfach unerklärlich romantisch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir den Park noch mal anschaue, und zwar im Frühling oder Sommer.

Was nicht auf den Fotos ist:
Die freundlichen Menschen. In meiner etwas verlotterten Ausflugskluft passe ich nicht gerade ins Umfeld gehobener Gastronomie oder Hotelerie, aber ich wurde von allen Anwesenden - Gästen wie Personal - aufs Netteste begrüßt und konnte mir alles anschauen, solange ich wollte.

Fazit:
Natürlich hätte ich das Schloss gerne von innen gesehen, aber da es sich um Privatbesitz handelt, empfand ich es schon als freundliche Geste, dass man sich im Burghof umschauen kann, ohne Hotelgast oder Restaurantbesucher zu sein. Sogar an ausführliche Information über die Geschichte des Schlosses hat man gedacht, ein nett aufgemachter Abriss hängt bei den Speisekarten an der Torzufahrt. Kurzum: Ein Ausflugsziel, das man empfehlen kann.

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