Manfred Köhler
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Erlebnis-Örtchen Weißensee:
Hinterlassenschaft eines Falschspielers

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Wie ein aufgeschlagenes Buch blättert die Runneburg im historisch bedeutsamen Örtchen Weißensee in Thüringen ihre neunhundertjährige Baugeschichte vor dem Besucher auf. Denn das Gemäuer wird derzeit von Grund auf restauriert und kann in diesem Zustand besichtigt werden. So erfährt man bei der sachkundigen und freundlichen Führung nicht nur Details über einzelne Bauphasen unter den Thüringer Landgrafen, den Wettinern und den Preußen, man wird auch gründlich über die Entdeckung historischer Schätze aus einem vergessenen Brunnen informiert. Kaum zu glauben, man fand dort unten sogar einen mit Jahrhunderte alten Münzen gefüllten Lederbeutel und gezinkte Würfel, so dass sich die spannende Geschichte eines mittelalterlichen Falschspielers rekonstruieren lässt, der wohl auf der Flucht die Beweise seines Betrugs im Burgbrunnen versenkt hat.

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Weißensee selbst ist ein ebenso verschlafenes wie verzaubert wirkendes Örtchen, das neben der Runneburg noch zwei weitere große und viele kleine Attraktionen bietet. Zu den kleinen Attraktionen zählen die nett gestalteten Straßen und Plätze (links: Marktplatz mit Denkmal „Walther von der Vogelweide“), denen man an ihren Details die Liebe der Weißenseer zu ihrer Heimat ansehen kann, und es zählt dazu die fast vollständig erhaltene Stadtmauer.

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Eine der großen Attraktionen ist der „Garten des ewigen Glücks“, mit dem sich die Stadt Weißensee für die Landesgartenschau 2013 bewarb. Für vier Euro Eintritt kann man sich in dem Chinesischen Park in eine andere Welt versetzen lassen.

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In andere Zeiten entführt in Weißensee der „Thüringer Sagenweg“. Skulpturen und Kunst-Arrangements entlang des Stadtgrabens versinnbildlichen uralte Erzählungen wie „Das Tafelgleichnis der Amalaberga“ (links) oder den „Weg des Parzival“.

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Denkmäler, die Geschichten erzählen, findet der Besucher auch ein paar Kilometer weiter in Sömmerda in Form von figurenumwimmelten Brunnen. Auch dieses lebendige Thüringer Städtchen hat seine Stadtmauer bewahrt. Im Gegensatz zu Weißensee steht hier sogar noch eines der Stadttore, das Erfurter Tor (links).

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Rund 20 Kilometer sind es von Sömmerda nach Schloss Ettersburg bei Weimar, das hier noch am Rande erwähnt sei, obwohl es natürlich ein lohnendes Ausflugsziel für sich ist. Leider kann das Schloss nur sehr selten besichtigt werden, so dass ich von diesem Kurzbesuch auf dem Heimweg nur von meinen Außeneindrücken schwärmen und vor allem den Park empfehlen kann.

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