Manfred Köhler
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Würzburg: Festung und Residenz

Die Festungen von Kulmbach, Kronach und Coburg sind gigantisch, aber wer sich der Würzburger Festung Marienberg von der linken Mainseite her nähert, der erlebt eine überraschende Steigerung. Der Eindruck entsteht durch die weitläufigen Bastionen, aber auch die Burg selbst ist schlicht gewaltig. Unbedingt besichtigen sollte man das Fürstenbaumuseum im Ostflügel: Beeindruckend an den Ausstellungen zur Würzburger Geschichte ist vor allem ein Stadtmodell, das die ungeheuren Verwüstungen nach den Luftangriffen am 16. März 1945 erahnen läßt. Was die Festung über der Stadt mit der Residenz nahe des Zentrums verbindet, sind die Würzburger Fürstbischöfe. Dem bekanntesten dieser absolutistischen Herrscher, Johann Philipp Franz von Schönborn, war die Burg nicht mehr repräsentativ genug, und so ließ er sich ab 1719 mit einem Schloß der Superlative selbst ein Denkmal setzen. Obwohl dabei die besten Künstler ihrer Zeit zum Einsatz kamen, findet man manch auf skurrile Weise mißlungenes Detail. So trägt einer der Faune im Gartensaal seine Flügel aus unerfindlichen Gründen auf der Brust statt auf dem Rücken. Zwar ließ der Fürstbischof den Künstler aufgrund dieser wie auch anderer anatomischer Entgleisungen vor die Tür setzen, aber der zum Rückwärtsflug verdammte Faun wie auch andere merkwürdig verunstaltete Phantasiegeschöpfe blieben bis heute erhalten.

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